, Joel Koller

Der fliegende Holländer

2. - 4. August 2019 – Am vergangenen Wochenende fand das Mountainbike-, Four Cross- und Downhill-Weltcuprennen in Val di Sole (IT) statt. Die Cross-Country Strecke, welche mit vielen Sprüngen und anderen technisch anspruchsvollen Passagen gespickt war, bot sehr spannende Rennen. Der Radquer-, Strassen- und Mountainbikespezialist Mathieu Van der Poel zeigte schon am Freitag beim Short Track Rennen seinen Konkurrenten, dass er sich in Bestform befindet. Am Sonntag im Hauptrennen konnte er seinen zweiten Weltcupsieg vor Mathias Flückiger und Nino Schurter feiern. Bester VCE-Fahrer war Fabian Giger.

MTB Weltcup Val di Sole (IT)

Der Radquer-, Strassen- und Mountainbikespezialist Mathieu Van der Poel zeigte schon am Freitag beim Short Track Rennen seinen Konkurrenten, dass er sich in Bestform befindet. Am Sonntag im Hauptrennen konnte er seinen zweiten Weltcupsieg vor Mathias Flückiger und Nino Schurter feiern.

Fabian Giger als bester VCE-Fahrer
Fabian Giger musste leider weit hinten starten und verlor schon viel Zeit auf der Startrunde. Da es auf der schmalen Strecke zu vielen Engpässen kam, befand sich Giger auf der 70. Position. Doch im Verlauf des Rennens konnte er viele Fahrer überholen und beendete das Rennen auf dem 24. Rang. Ein guter Start hingegen erwischte Lars Forster, er befand sich nach der Startrunde in den TopTen, wurde dann aber von einigen Fahrern überholt. Forster beendete das Rennen auf Rang 26. Damit erreichte Forster die Selektionskriterien leider nicht für die Weltmeisterschaft. Andri Frischknecht wurde 33. Marcel Guerrini traute sich nach der Verletzung wieder an den Start eines Weltcuprennens, er klassierte sich als 56.

Sprint-Entscheidung bei den Frauen
Das Rennen der Elite Frauen war sehr spannend, Jolanda Neff und Pauline Ferrand Prevot drückten vom Start an voll aufs Gas und hatten somit schon früh ein Loch zu den Verfolgerinnen. Nach ein paar Runden hatte Neff aber etwas Mühe mit dem hohen Tempo von Prevot und musste somit ein Loch aufziehen lassen. Doch in der letzten Runde schaffte es Neff, die Lücke zu Prevot zu schliessen. So fuhren sie gemeinsam auf die letzte halbe Runde. Schlussendlich kam es zum Sprint, Pauline Ferrand Prevot überquerte vor Jolanda Neff die Ziellinie. Ebenso eindrücklich war die Aufholjagd von Jenny Rissveds welche Runde für Runde Plätze gut machen konnte, sie wurde Dritte.

"4x4" für Nicole Koller
"4x4", damit ist nicht ein Geländewagen gemeint, sondern die Resultate der letzten Weltcup-Rennen von Nicole Koller. Sie hatte einen gemächlichen Start, war aber von Beginn an in den Top10. In der 2. Runde fuhr sie eine sehr schnelle Rundenzeit und überholte gleich 3 Fahrerinnen. Plötzlich war das Podium in Sicht und Koller versuchte alles, um sich den 3. Platz zu ergattern. Leider merkte dies Laura Stieger, welche 15-20 Sek vor Koller war und gab ebenfalls nochmals Vollgas und vergrösserte ihren Vorsprung. Schlussendlich reichte es Koller wieder nur für den 4. Rang, welcher ihr schon fast auf der Stirn steht.

Tina Züger mit bestem Weltcup-Resultat
Tina Züger startete auf der 45. Position. Nach dem Start überholten sie viele Fahrerinnen und sie musste das Feld von hinten ansehen. Aber als die Aufstiege kamen, konnte sie ihre Stärke zeigen. Züger fuhr bis auf den 27. Rang, welcher ihr bestes Weltcup Resultat ist. Sie ist sehr zufrieden mit dem Resultat und meinte im Ziel: "Ich bin froh, dass ich das Beste aus dieser miserablen Ausgangslage herausholen konnte".

Gute Leistung von Kevin Kuhn
Im Rennen der U23 Männer musste sich auch Kevin Kuhn weit hinten im Feld einreihen - Startplatz 92. Er kam während des Rennens in einen guten Rhythmus und machte viele Ränge gut. Die Ziellinie überquerte er als 38. Er ist zufrieden mit seiner Leistung.